Ihr Darm: ein Schwerarbeiter...
Der Darm ist ein wichtiger Schwerarbeiter in Ihrem Körper. Die Tätigkeit Ihres Verdauungssystems kann sich auch bei vollkommener körperlicher Ruhe akustisch bemerkbar machen: Ihr Bauch „macht Geräusche“.
Was passiert bei der Verdauung?
In der folgenden Abbildung ist der Bauchraum dargestellt. Die aufgenommene Nahrung wird aus dem Magen zunächst in wellenförmigen Bewegungen in den ca. 6 bis 8 Meter langen Dünndarm vorwärts transportiert. Magen und Dünndarm sind in der Darstellung der besseren Übersicht wegen ausgeblendet.

Das menschliche Verdauungssystem und Anatomie des Darmbereiches
Im Dünndarm werden die Speisen durch Verdauungssäfte zersetzt und die wichtigen Nährstoffe entnommen. Der etwa 1 Meter lange Dickdarm hat vor allem die Aufgabe, das Wasser aus dem Darminhalt zu entziehen, um es für den Körper zurückzugewinnen. Durch den Entzug von Flüssigkeit wird der Darminhalt eingedickt (daher der Name „Dickdarm“) und mittels der Darmflora (Bakterien und Pilze) zu „Stuhl“ verarbeitet. Dieser wird dann im Enddarm gespeichert und schließlich kontrolliert ausgeschieden.
In der Grafik sehen Sie auch ein Coloskop, das vom After über den linksseitigen Dickdarm bis in den absteigenden Teil des Dickdarmes reicht. Das Coloskop ist das Instrument des Coloproktologen, um eine fachgerechte Darmspiegelung durchzuführen. Das, was Sie in der Abbildung sehen, ist also auch die schematische Darstellung einer Darmspiegelung (Coloskopie).
Gefahren im Darm?
Jedes Organ im menschlichen Körper kann erkranken, das gilt auch für den Darmbereich. Neben den zahlreichen Beschwerden und vermeintlichen „Volkskrankheiten“ des Enddarmbereiches wird vor allem der Dickdarmkrebs unterschätzt: das so genannte kolorektale Karzinom ist immer noch die zweithäufigste Todesursache unter den Krebserkrankungen, und zwar bei Frauen und Männern. Die Gefahr liegt vor allem darin, dass der Dickdarmkrebs anfänglich oft unerkannt bleibt, weil er lange Zeit keine Beschwerden bereitet. Die gute Nachricht für Sie lautet jedoch: Darmkrebs kann durch geeignete Vorsorge-Untersuchungen rechtzeitig erkannt und verhindert werden.
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