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Dr. med. Mathias Okroi / Praxis Dr. Kuhlgatz

Chirurg
Praxis für Coloproktologie

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Gefahren im Darmtrakt

Zunächst die Fakten: in Deutschland sterben jährlich ca. 30.000 Patienten an Dickdarmkrebs und Enddarmkrebs. Das so genannte kolorektale Karzinom ist die zweithäufigste Todesursache bei bösartigen Tumoren. Die Mehrzahl der Patientinnen und Patienten ist älter als 45 Jahre.

Vom Dickdarmpolypen zum Darmkrebs

Eine Besonderheit des kolorektalen Karzinoms besteht darin, dass sich dieser Krebs fast immer aus Dickdarmpolypen entwickelt. Polypen nennt man gutartige Wucherungen, die sich im Verlauf mehrerer Jahre an der Dickdarmschleimhaut entwickeln können. Dickdarmpolypen treten bei etwa 15 bis 20 % aller Erwachsenen auf. Beschwerden sind dabei sehr selten und sie werden oft nur zufällig entdeckt.

Die trügerische Beschwerdefreiheit gilt auch noch lange für den bösartigen Darmkrebs, der sich bereits aus einem gutartigen Polypen entwickelt hat. Aus diesem Grunde bleibt Darmkrebs anfänglich oft unerkannt.

Dem Darmkrebs keine Chance!

Weil man davon ausgehen kann, dass sich Darmkrebs fast immer aus den gutartigen Polypen entwickeln, folgt daraus eine einfache Erkenntnis: man muss den Dickdarm zunächst auf Schleimhautpolypen untersuchen. Wenn Polypen entdeckt und bei dieser Gelegenheit entfernt werden, hat der Dickdarmkrebs keine Möglichkeit mehr, sich zu bilden.

Früherkennung ist Vorsorge

Die vollständige Dickdarmspiegelung ist die sicherste Methode zum Auffinden und Beurteilen von gutartigen oder bösartigen Veränderungen der Dickdarmschleimhaut.

Eine sichere Voraussage, ob ein Polyp bereits bösartig ist oder zu einem bösartigen Krebs werden kann, ist nicht möglich. Grundsätzlich gilt: man sollte immer alle entdeckten Polypen entfernen. Die meisten Polypen werden im Rahmen der Spiegelung mit einer elektrischen Schlinge abgetragen, kleinere Polypen können mit elektrischem Strom verschorft werden. All dies läuft für unsere Patientinnen und Patienten schmerzfrei ab, weil wir eine betäubende und beruhigende Medikation durchführen.

Zahlen und Fakten aus unserer Praxis

  • Darmspiegelungen (Coloskopien) gehören seit 1984 zu unseren wichtigsten Aufgaben.
  • in unserer Praxis werden im Mittel 1.300 Coloskopien pro Jahr durchgeführt.
  • bei etwa jedem dritten dieser Patientinnen/Patienten wurden jeweils ein oder mehrere Polypen entdeckt und abgetragen.
  • wiederum jeder vierte hier entdeckte Polypenträger ist unter 55 Jahre alt.

10 Jahre Sicherheit

Die Dickdarm-Spiegelung muss nur alle zehn Jahre wiederholt werden, weil man weiß, dass ein Polyp von seiner Entstehung an 10 Jahre benötigt, um so groß zu werden, dass er bösartiges Wachstum entwickeln kann. Die Empfehlung lautet deshalb, ab einem Alter von 45, spätestens ab dem 50. Lebensjahr eine Coloskopie alle zehn Jahre durchführen zu lassen.

» Methoden zur Darmkrebs-Vorsorge

» Informationen zur Darmspiegelung

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